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Gesundheit im Fokus - Medizinische Versorgung soll bei Laufveranstaltungen weiter optimiert werden

GRR-Fragebogen zur Gesundheit als gemeinsames Anliegen von German Road Races, Deutscher Sporthochschule Köln und Deutscher Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention - Wissenschaftlich begleitetes Dokumentationssystem gestartet
[19.08.2011] - Die GRR-Befragung, die auf den Websites der GRR-Mitglieder eingestellt ist, ist der PACE-Studie der Deutschen Sporthochschule Köln (www.dshs-koeln.de/pace) zugeordnet. „Uns liegt die Gesundheit aller Läufer am Herzen", sagt Horst Milde, der Vorsitzende von German Road Races (GRR), dem Zusammenschluss der deutschen Laufveranstalter. „Vor einer fundierten Trainingsvorbereitung auf eine Teilnahme an einem Lauf muss unserer Auffassung nach ein Gesundheitscheck erfolgen. Im nächsten Schritt möchten wir natürlich aber auch die Qualität der medizinischen Betreuung bei Laufveranstaltungen optimieren".
German Road Races hat nun den bereits 2008 formulierten „Fragebogen zur Gesundheit" überarbeitet und auf eine breitere Grundlage gestellt. Der inzwischen nun auch als Online-Befragungsmodul entwickelte Fragebogen ist eine gemeinsame Initiative von German Road Races (GRR), der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und richtet sich an alle Teilnehmer von Laufveranstaltungen. Erstmals steht nun mit dieser Online-Befragung aber auch ein von der Deutschen Sporthochschule Köln wissenschaftlich begleitetes Dokumentationssystem zur Verfügung.
„Wir verfolgen mit dieser Befragung", so Dr. Thomas Rüther vom Institut für Physiologie und Anatomie der Deutschen Sporthochschule Köln und Dr. Ralph Schomaker, GRR-Medizinberater und Rennarzt des Volksbank Münster-Marathon,folgende Ziele: 1. Den einzelnen Aktiven für seine gesundheitlichen Voraussetzungen zu sensibilisieren und auf mögliche bekannte oder latente Risiken hinzuweisen, 2. auf die Bedeutung sportärztlicher Vorsorge hinzuweisen, 3. Profile potentieller Risiken zu beschreiben und zu dokumentieren, damit diese u. a. auch für weitere wissenschaftliche Bewertungen mit anderen Bevölkerungsgruppen abgeglichen werden können und 4. die Teilnehmer zu unterstützen, eigenverantwortlich sportlich aktiv zu sein".
Erklärtes Ziel dieser Befragung und der ebenfalls geplanten Erfassung von medizinischen Zwischenfällen bei Sportveranstaltungen ist, mittelfristig die medizinische und damit die sanitätsdienstliche und ärztliche Versorgung von Veranstaltungen zu optimieren und effizienter zu gestalten.
Die PACE-Studie (Performance, Age, Competition, Exercise) ist ein langfristiges und einzigartiges Projekt der DSHS-Forschungsgruppe „Leistungsepidemiologie" am Institut für Physiologie und Anatomie, bei dem u.a. bereits 13.000 Befragungsdaten analysiert wurden.
„Die Erfassung von medizinischen Zwischenfällen und die Anbindung der Befragung an die weiteren Studienansätze ist einzigartig" so GRR-Vorstand Horst Milde. „Es wäre zu begrüßen, wenn sich möglichst viele Läuferinnen und Läufer an dieser Online-Befragung bei unseren GRR-Mitgliedsveranstaltungen teilnehmen und weitere Veranstalter in Deutschland diese Befragung auch auf ihren Websites verlinken würden!" Interessierte Veranstalter können sich betreffend einer Verlinkung des GRR Fragebogens an Dr. Thomas Rüther unter pace@dshs-koeln.de wenden.
Wilfried Raatz
GRR-Pressesprecher
Quelle: germanroadraces.de
Deutsche Herzstiftung - Bluthochdruck: Richtiges Ausdauertraining kann ihn senken - Bewegungsmangel begünstigt Entstehung von Bluthochdruck

Richtiges Ausdauertraining kann ihn senken - Bewegungsmangel begünstigt Entstehung von Bluthochdruck
©Deutsche Herzstiftung
[08.08.2011] - Bluthochdruck betrifft in Deutschland Millionen von Menschen. Etwa jeder zweite Erwachsene hat Blutdruckwerte über 140/90 mmHg und damit einen hohen Blutdruck (Hypertonie). Unbehandelter Bluthochdruck kann zu schwerwiegenden oder gar lebensgefährlichen Erkrankungen führen, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen.
Wegen des hohen Einflusses der Lebensgewohnheiten auf den Blutdruck empfehlen alle Leitlinien, den Blutdruck zuerst durch eine Lebensstiländerung zu senken, wenn ein essentieller Bluthochdruck* festgestellt ist und die Werte nicht gefährlich hoch sind. Maßnahmen sind neben körperlicher Betätigung und gesunder Ernährung u. a. ein sparsamer Kochsalzverbrauch, mäßiger Alkoholkonsum und Abbau von Übergewicht. Bewegungsmangel gehört zu den wichtigsten Faktoren, die einen Bluthochdruck begünstigen. Daher raten Kardiologen bei zu hohem Blutdruck zu mehr Bewegung.
„Bei vielen Menschen lässt sich der zu hohe Blutdruck um Werte in der Größenordnung von 5 bis 10 mmHg senken, wenn sie ein richtig dosiertes Ausdauertraining betreiben, sich also drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche mit einer Dauer von je mindestens einer halben Stunde körperlich betätigen", sagt der Kardiologe Prof. Dr. med. Ulf Landmesser, Leitender Arzt der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Zürich, im Gespräch mit der Deutschen Herzstiftung**. „Man muss nicht unbedingt mit Joggen beginnen. Auch flottes Gehen ist ein guter Einstieg", fügt der Kardiologe hinzu. Grundsätzlich ist auch schon eine geringere Steigerung der körperlichen Aktivität gut für Herz und Gefäße und allemal besser als gar nichts zu tun.
Sport mit mäßiger Ausdauerbelastung ist am besten
Für Patienten mit Bluthochdruck eignen sich am besten Sportarten, die eine mäßige Ausdauerbelastung mit sich bringen wie z. B. Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tennis, allerdings nur, wenn sie ohne Ehrgeiz und nicht unter Wettkampfbedingungen betrieben werden. Ergänzend zum Ausdauertraining - jedoch nicht allein - empfiehlt Prof. Landmesser ein mäßiges Krafttraining unter fachkundiger Anleitung, da eine gesteigerte Muskelmasse den Stoffwechsel verbessere.
Wichtig: Sowohl vor der Aufnahme eines Ausdauertrainings als auch eines mäßigen Krafttrainings muss der Blutdruck gut eingestellt sein. Mit Werten über 160/95 mmHg sollte kein Training begonnen werden. Auch sollte die Belastung nicht zu hoch sein und der Puls nicht zu stark steigen. Seinen optimalen Trainingspuls sollte man beim Kardiologen oder Sportarzt ermitteln lassen. Achtung: „Die alte Faustregel, wonach der Puls höchstens 180 minus Lebensalter betragen darf, ist zu grob und viele Menschen würden sich dabei zu sehr belasten", warnt Prof. Landmesser.
Medizinische Voruntersuchung ist wichtig
Aus diesem Grund sollte sich jeder über 45 Jahre, der bisher kein Sport betrieben hat, vorher von einem Internisten, Kardiologen oder Sportmediziner untersuchen lassen. Das Wichtigste ist dabei ein Belastungstest, meistens auf dem Fahrradergometer. Dabei wird erkennbar, wie sich der Blutdruck unter körperlicher Anstrengung verhält und wie belastbar man überhaupt ist. „Außerdem kann die Untersuchung Hinweise auf andere Erkrankungen geben, zum Beispiel eine koronare Herzerkrankung (KHK)", betont Prof. Landmesser.
* Von essentiellem Bluthochdruck spricht man, wenn dem Bluthochdruck keine nachweisbar eigenständige organische Ursache (z. B. eine Nierenerkrankung) zugrunde liegt, sondern eine familiäre Belastung, die durch Risikofaktoren wie Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel, Alkohol- und Nikotinkonsum begünstigt wird (Quellen: P. Reuter, Springerlexikon Medizin; www.charite.de/med_poli/Patinfo_28.html).
** Das Interview mit Prof. Dr. Ulf Landmesser „Jeder Schritt ist besser als keiner - Bewegung bei Bluthochdruck" ist der aktuellen Ausgabe von HERZ HEUTE 01/2011 zu entnehmen. Diese Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der Herzstiftung kann kostenlos angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main.
Deutsche Herzstiftung e.V.
Michael Wichert / Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
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