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Mary Keitany läuft Marathon-Debüt in New York

[30.08.2010] Mary Keitany wird ihr Marathon-Debüt am 7. November in New York laufen. Die Veranstalter des Rennens gaben die Verpflichtung der Kenianerin bekannt. Die 28-Jährige gilt als die kommende große Marathonläuferin, der man sogar zutrauen kann, eines Tages den Weltrekord der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) angreifen zu können. Mary Keitany hatte im Mai in Berlin für Aufsehen gesorgt, als sie den 25-km-Weltrekord auf 1:19:53 Stunden verbesserte und als erste Frau die 1:20-Stunden-Marke über diese Distanz unterbot.


Mary Keitany, hier auf dem Weg zum 25-km-Weltrekord bei den BIG 25 Berlin im Mai, wird in New York erstmals Marathon laufen.
Foto: www.photorun.net

„Es wird mein Debüt über die Marathondistanz und ich habe keine Ahnung, wie mein Körper sich während der letzten Meilen verhalten wird. Aber ich blicke zuversichtlich auf diese neue Herausforderung“, sagte die aktuelle Halbmarathon-Weltmeisterin, die seit ihrer Rückkehr im vergangenen Jahr – nach der Geburt ihres Sohnes 2008 – über die Halbmarathon-Distanz ungeschlagen ist. Bereits in der Vorbereitung auf das Berliner 25-km-Rennen hatte Mary Keitany Kilometerumfänge trainiert, die auch für einen Marathon geeignet sind.

Mary Keitany könnte am 7. November in die Fußstapfen einer anderen großen kenianischen Marathonläuferin treten: Auch Tegla Loroupe lief einst ihr Debüt über die 42,195 km in New York. Die Kenianerin gewann ihre Premiere 1994 und stellte später zweimal einen Weltrekord über die klassische Distanz auf. Eine andere große Marathonläuferin und Weltrekordlerin, die in New York ihr Debüt gewann, war Grete Waitz. Die Norwegerin triumphierte 1978 zum ersten Mal.

Zu den Konkurrentinnen von Mary Keitany zählen am 7. November unter anderen Kim Smith (Neuseeland), Werknesh Kidane (Äthiopien), Mara Yamauchi (Großrbtiannien) sowie Shalane Flanagan (USA), die ebenfalls ihr Marathon-Debüt laufen wird.

Text: race-news-service.com

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David Rudisha läuft Weltrekord über 800 Meter in Berlin

[23.08.2010] David Rudisha hat beim ISTAF im Berliner Olympiastadion den 800-m-Weltrekord gebrochen. Der erst 21-jährige Kenianer stürmte bei dem Leichtathletik-Meeting nach 1:41,09 Minuten ins Ziel und unterbot damit die 13 Jahre alte Bestmarke, die der gebürtige Kenianer Wilson Kipketer (Dänemark) 1997 in Köln mit 1:41,11 aufgestellt hatte um zwei Hundertstelsekunden. „Ich wusste, dass es heute mein Tag sein würde. Ich habe sehr hart trainiert und das Wetter war gut. Ich habe dem Tempomacher gesagt, dass er die erste Runde unter 49 Sekunden laufen soll – er hat seine Aufgabe großartig gelöst“, erklärte David Rudisha.


David Rudisha ist der neue Weltrekordler über die 800-m-Strecke.
Foto: www.photorun.net

Dass der Kenianer das Vermögen haben würde, den Weltrekord über 800 Meter zu brechen, wurde spätestens im vergangenen Jahr offensichtlich. Im September 2009 hatte er sich in Rieti auf 1:42,01 Minuten gesteigert. Zuvor hatte er sich in Berlin bei den Weltmeisterschaften in einem taktischen Halbfinalrennen verkalkuliert, kam mit den kühlen und nassen Bedingungen nicht gut zurecht und war überraschend ausgeschieden. Doch seit dieser WM-Pleite hatte David Rudisha vor seiner Rückkehr nach Berlin alle 16 folgenden Rennen über 800 Meter gewonnen.

Schon im März war David Rudisha in Topform. Beim Meeting in Melbourne lief er 1:43,15 Minuten – nie zuvor war ein 800-m-Läufer so früh im Jahr so schnell. Dann gewann er unter anderen die hochkarätigen Meetings in Doha, Ostrava und Oslo, wo er mit 1:42,04 Minuten den Stadionrekord des legendären Briten Sebastian Coe brach. Noch schneller war er dann im Juli in Heusden, wo David Rudisha mit 1:41,51 Minuten einen Afrikarekord aufstellte und zum zweitschnellsten 800-m-Läufer aller Zeiten wurde.

Anschließend kehrte David Rudisha nach Kenia zurück, gewann in Nairobi in der leistungsmindernden Höhenluft bei den Afrika-Meisterschaften Ende Juli über 800 m in beachtlichen 1:42,84 Minuten und bereitete sich dann weiter auf einen Weltrekordversuch vor. In Berlin ging wie in Heusden und Oslo mit Sammy Tangui sein Landsmann und Trainingspartner als Tempomacher an den Start. Er passierte die 400-m-Marke in 48,65 Sekunden. Dicht dahinter lief David Rudisha, der nach 450 Metern die Spitzenposition übernahm, nach 1:14,54 Minuten die 600-m-Marke passierte und auch in der Zielkurve nicht nachließ. „Die letzten 200 Meter waren sehr hart. Aber dann sah ich am Ende, dass die Uhr bei 1:41,09 stehen blieb. Das war fantastisch – ich bin froh, der beste 800-Meter-Läufer der Welt zu sein“, erklärte David Rudisha nach dem größten Triumph seiner jungen Laufbahn. Seine beiden Landsleute Boaz Lalang (1:44,34) und Abraham Kiplagat (1:44,49) belegten mit großem Abstand die Ränge zwei und drei in Berlin.

Schon im vergangenen Jahr hatte Wilson Kipketer prophezeit, dass David Rudisha seinen 800-m-Weltrekord eines Tages brechen würde. Nun wurde Kipketer bestätigt. Der Trainer von David Rudisha, Brother Colm O’Connell, hatte gegenüber der kenianischen Zeitung ,The Nation’ erklärt, dass „David 2010 die beste Chance hat, den Rekord zu brechen, denn es gibt keine großen Meisterschaften“. In den kommenden zwei Jahren werden für den neuen Weltrekordler die Weltmeisterschaften 2011 in Daegu (Süd-Korea) und die Olympischen Spiele in London 2012 im Mittelpunkt stehen. Dann will David Rudisha seine ersten großen Medaillen gewinnen.

Die schnellsten zehn 800-m-Zeiten aller Zeiten:

1:41,09 David Rudisha (KEN) 2010
1:41,11 Wilson Kipketer (DEN) 1997
1:41,24 Wilson Kipketer (DEN) 1997
1:41,51 David Rudisha (KEN) 2010
1:41,73 Sebastian Coe (GBR) 1981
1:41,73 Wilson Kipketer (DEN) 1997
1:41,77 Joaquim Cruz (BRA) 1984
1:41,83 Wilson Kipketer (DEN) 1996
1:42,01 David Rudisha (KEN) 2009
1:42,04 David Rudisha (KEN) 2010

Text: race-news-service.com

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2500 Jahre – das größte Marathon-Jubiläum aller Zeiten in Athen - Teil 1

[20.08.2010] Keiner wird den 100. Boston-Marathon vergessen. Es war im April 1996 ein sensationelles Jubiläum in jeglicher Hinsicht. Es gab noch zwei weitere große Marathonrennen in der jüngeren Vergangenheit bei denen Laufsport-Geschichte geschrieben wurde: 1990, knapp ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer, wurde der erste Berlin-Marathon durch Ost und West gestartet. Ebenso bewegend und auch politisch signifikant war das Rennen durch New York 2001. Keine zwei Monate nach den Terroranschlägen gaben Läufer, Zuschauer und die gesamte Stadt eine eindrucksvolle Antwort auf die Gewalt.


Das Ziel im Panathinaikon-Stadion von Athen.
Foto: www.photorun.net

Jetzt sind die Griechen an der Reihe. Sie feiern im Herbst das bezogen auf die Geschichte des klassischen Laufes größte Jubiläum, das die Menschheit vielleicht je erleben wird: 2.500 Jahre Marathon! 490 vor Christus wurde der Marathonlauf in Griechenland geboren, am 31. Oktober 2010 findet das Rennen auf der klassischen Strecke von Marathon nach Athen statt. „Der nächste Athens Classic Marathon wird ein herausragendes Rennen sein. Für jeden Läufer wird es etwas ganz besonderes sein, bei diesem Marathon teilzunehmen. Es könnte kein signifikanteres Jubiläum geben. Das Rennen 2010 wird ein ähnliches Highlight wie der 100. Boston-Marathon 1996 oder der erste Berlin-Marathon nach dem Fall der Mauer 1990“, erklärte Horst Milde, der Vorsitzender eines Symposiums war, das die Association of International Marathons and Distance Races (AIMS) in Marathon im vergangenen November veranstaltete. „Es ist ein Jubiläum, das für ein Sportkonzept steht, das Menschen in der ganzen Welt begeistert. Marathon wird von vielen als persönliche Messlatte für Gesundheit, Fitness und Erfolg angesehen“, fügte der AIMS-Direktor hinzu. Der Berliner weiß wovon er spricht, schließlich entwickelte er den Berlin-Marathon.

Der Ursprung des Marathons

Der Marathonlauf – ohne Zweifel eine der dramatischsten und wichtigsten Entscheidungen bei Olympischen Spielen – hat seinen Ursprung in der Schlacht von Marathon 490 vor Christus. Im September griffen damals die Perser die Attika-Halbinsel an, um diesen Teil Griechenlands mit der Stadt Athen zu erobern. Sie gingen in der Nähe der Stadt Marathon an Land. Doch in einer für die Griechen wegweisenden und strategisch geschickten Schlacht gelang es ihnen, erstmals die zahlenmäßig überlegenen Perser zu besiegen und damit entscheidend zurückzuschlagen. Nicht wenige Historiker gehen davon aus, dass diese Schlacht und der Sieg der Griechen auch für die Entwicklung der gesamten europäischen Kultur von entscheidender Bedeutung war.


Das Marathon-Feuer wird an der Gedenkstelle der Schlacht von Marathon entzündet.
Foto: www.photorun.net

Um den Sieg im knapp 40 Kilometer entfernten Athen zu vermelden, wurde ein Bote geschickt: Pheidippides rannte die Strecke ohne anzuhalten in voller Kampfausrüstung und verkündete in Athen: ,Nenikékamen’ (,Jubelt: Wir haben gewonnen’). Dann brach er tot zusammen, heißt es – Legende oder Wirklichkeit? Man geht eher von einer Legende aus. Wie Yannis Emiris in dem 2004 zu den Olympischen Spielen in Athen erschienen Buch ,Marathon Run’ allerdings berichtet, gibt es Historiker, die davon ausgehen, dass es sich genau so zugetragen hat. Der Geschichtsschreiber Herodotus, der die Hauptquelle bezüglich der Überlieferung der Schlacht von Marathon ist, erwähnte diesen ersten ,Marathonlauf’ nicht. Erst bei anderen, wesentlich später lebenden Historikern, taucht Pheidippides auf, schreibt Emiris. Mit Hilfe von laufenden Boten wurden damals in der Antike in erster Linie Briefe befördert. Die Läufer legten dabei große Strecken zurück, wie zum Beispiel von Athen nach Sparta. Pheidippides war einer von ihnen und soll diese Distanz von knapp 250 Kilometern auch vor der Schlacht von Marathon gerannt sein, um Hilfe von Sparta anzufordern. Er erreichte Sparta demnach einen Tag nachdem er in Athen losgelaufen war.
Wie auch immer: Nach der Schlacht von Marathon 490 vor Christus wurde der Marathonlauf geboren.

Der erste olympische Marathon 1896 in Athen

In der Vorbereitung auf die ersten modernen Olympischen Spiele, die im April 1896 in Athen stattfanden, suchten die Initiatoren um Pierre de Coubertain nach einem Wettbewerb, der eng mit der antiken Historie Griechenlands verknüpft ist. Es war dann Coubertains Landsmann, der Franzose Michel Bréal, der zwei Jahre vor der Olympia-Premiere bei einem Treffen in Paris vorschlug, einen Langstreckenlauf zu organisieren, in Erinnerung an den Lauf des Boten nach der Schlacht von Marathon. Damit war sowohl die Strecke als auch die Bezeichnung klar: Der Marathon führte von Marathon in die olympische Arena von Athen, das Panathinaikon-Stadion. Es heißt allerdings, dass es Michael Bréal nicht klar war, dass es sich dabei um eine so große Distanz von rund 40 Kilometern handelte.

Dass es ein Grieche war, der dieses Rennen gewann, erfüllte die Menschen mit großem Stolz. Spiridon Louis, der aus Maroussi in der Nähe von Athen stammte und sich bis dato als Schafshirte sein Geld verdiente, erreichte das Ziel nach 2:58:50 Stunden und wurde zu einem Volkshelden in seinem Land.

Die Distanz des Marathons betrug damals rund 40 Kilometer. Die Strecke war auch bei den folgenden Olympischen Spielen nie genau festgelegt. Zum ersten Mal wurden bei Olympia in London 1908 genau 42,195 km gelaufen. Diese krumme Distanz auf dem Weg vom Schloß Windsor ins Olympiastadion kam deswegen zustande, weil sich das Ziel vor der königlichen Loge befinden musste. Das Internationale Olympische Komitee beschloss 1914 zunächst eine Marathonlänge von genau 42 Kilometern. Doch nachdem die Strecke in Amsterdam 1920 auf 42,75 km verlängert worden war, gab es eine neue Diskussion. Es war schließlich die Weltrekord-Kommission des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, die ein Jahr nach den Spielen von Amsterdam entschied, dass die Distanz fortan so wie in London 1908 genau 42,195 km betragen soll.

Der Marathon bei Olympischen Spielen ist für die Topläufer noch heute das Ereignis schlechthin in dieser Disziplin. Doch während es früher nur wenige andere hochklassige Rennen gab – darunter waren die jährlichen Marathonläufe in Chiswick (London), Boston oder Fukuoka – erlebte der Lauf über die klassische Distanz in den 80er Jahren einen ersten internationalen Boom. Weltweit entstanden City-Marathonrennen mit großen Teilnehmerfeldern, die teilweise auch hochklassig besetzt waren. Vorbild war dabei der New York City-Marathon.

Text: race-news-service.com

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Makau rennt in Berlin, Kipsang läuft in Frankfurt Marathon


Patrick Makau startet in Berlin.
Foto: www.photorun.net

[09.08.2010] Zwei kenianische Top-Marathonläufer, die das Potenzial haben, im Herbst über die klassische Distanz für Furore zu sorgen, werden in Deutschland an den Start gehen: Patrick Makau wird zum ersten Mal den real,- Berlin-Marathon am 26. September laufen und Wilson Kipsang startet beim Commerzbank Frankfurt-Marathon am 31. Oktober. Die beiden Rennen wurden vom internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) jeweils in die höchste Kategorie der Straßenläufe eingeteilt und erhielten als einzige deutsche Veranstaltungen das IAAF Gold Label.

Patrick Makau hatte im April in Rotterdam für Furore gesorgt. In seinem dritten Rennen über die 42,195 km steigerte sich der 25-Jährige auf die Jahresweltbestzeit von 2:04:48 Stunden. Damit ist Makau bereits der viertschnellste Läufer aller Zeiten. Er ist einer von mehreren Kenianern, denen man sogar zutrauen kann, den Weltrekord von Haile Gebrselassie zu brechen. Der Äthiopier hatte in Berlin 2008 in 2:03:59 Stunden gewonnen. Herrschen in Berlin Ende September gute Bedingungen, ist ein Angriff auf den Weltrekord wahrscheinlich.

Patrick Makau lief erst im Frühjahr 2009 in Rotterdam seinen ersten Marathon und wurde dabei Vierter mit 2:06:14 Stunden – es war das zweitschnellste Marathondebüt aller Zeiten. Bei seinem zweiten Rennen über die 42,195 km stieg er im November 2009 in New York aus, nachdem er Verletzungsprobleme hatte. Der real,- Berlin-Marathon wird erst der vierte Marathon für Patrick Makau sein, der im Halbmarathon mit 58:52 Minuten der drittschnellste Läufer aller Zeiten ist.

Beim Commerzbank Frankfurt-Marathon wird der 28-jährige Wilson Kipsang am letzten Oktober-Sonntag unter anderen auf den dreimaligen Frankfurt-Gewinner Wilfred Kigen treffen. Der 35-jährige Kigen hatte das Rennen in den Jahren 2005 bis 2007 gewonnen. Der ehemalige Streckenrekordhalter (2:07:58 Stunden) feierte nach verletzungsbedingt schwächeren Jahren im April 2010 als Hamburg-Marathon-Gewinner ein bemerkenswertes Comeback (2:09:22). Seine persönliche Bestzeit steht bei 2:07:33 Stunden, der Frankfurter Streckenrekord seines Landmannes Gilbert Kirwa bei 2:06:14 Stunden (2009).


Wilson Kipsang läuft in Frankfurt.
Foto: www.photorun.net

Der 28-jährige Wilson Kipsang feierte im Frühjahr beim hochklassig besetzten Paris-Marathon als Dritter in 2:07:13 Stunden eine beachtliche Premiere über die 42,195 Kilometer lange Strecke. Er sollte in der Lage sein, seine Bestzeit auf dem schnellen Frankfurter Kurs nochmals zu verbessern. „Mit Wilson Kipsang präsentieren wir den begeisterungsfähigen Frankfurter Zuschauern ein neues Gesicht und zugleich eine der größten Hoffnungen im internationalen Weltklasse-Marathonlauf“, sagte Race-Direktor Jo Schindler. Der Newcomer aus Kenia ist mit seiner Halbmarathon-Bestzeit von 58:59 Minuten, gelaufen im Februar 2009 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der sechstschnellste Läufer aller Zeiten über die ,halbe Distanz’. Bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2009 kam er auf den vierten Platz, wobei nur acht Sekunden zur Bronzemedaille fehlten.

Während für den Berlin-Marathon bereits alle über 40.000 Startnummern vergriffen sind, gibt es beim Frankfurt-Marathon weiterhin Startmöglichkeiten. Eine Online-Anmeldung ist über www.frankfurt-marathon.com möglich.

Text: race-news-service.com

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Mo Farah stürmt zum ersten EM-Doppelsieg seit 20 Jahren

[02.08.2010] Die Lauf-Entscheidungen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften


Zum ersten Mal seit 20 Jahren hat ein Läufer bei der EM wieder beide Langstrecken gewonnen: Mo Farah siegte auch über 5.000 m.
Foto: www.photorun.net

Mo Farah hat als erster Läufer seit Salvatore Antibo bei Europameisterschaften beide Langstrecken gewonnen. Der Brite triumphierte nur vier Tage nach seinem 10.000-m-Sieg im Olympiastadion von Barcelona auch über 5.000 m. Das hatte auf kontinentaler Ebene zuletzt der Italiener 1990 in Split geschafft. In einem begeisternden Rennen stürmte der Londoner nach einer ständigen Tempoverschärfung während der letzten 800 m in 13:31,18 Minuten ins Ziel. Silber gewann der spanische Titelverteidiger Jesus Espana, der vor vier Jahren in Göteborg noch knapp vor Farah Europameister geworden war, mit 13:33,12. Dritter wurde der aus Äthiopien stammende Hayle Ibrahimov (Aserbaidschan) in 13:34,15. Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) belegte in diesem hochklassigen Finale Rang zwölf in 13:59,11 Minuten.

„Es fühlt sich fantastisch an, sowohl die 10.000 als auch die 5.000 Meter gewonnen zu haben“, sagte Mo Farah. Lange Zeit war das Tempo in diesem Finale gemächlich. Bei Zwischenzeiten von rund 2:50 Minuten waren alle 15 Läufer in der Führungsgruppe vertreten. Deutlich schneller wurde es dann auf dem vierten Kilometer, als zunächst der aus Äthiopien stammende spanische Crosslauf-Europameister Alemayehu Bezabeh an der Spitze lief. Drei Runden vor Schluss startete dann Mo Farah seinen Angriff. Umgehend verkleinerte sich die Spitzengruppe auf sechs Läufer. Wie in einem Ausscheidungsrennen verlor dann aufgrund der nicht nachlassenden Pace von Mo Farah einer nach dem anderen den Kontakt. Bezabeh war der erste der zurückfiel, dann folgten Italiens Bronzemedaillengewinner über 10.000 m, Daniele Meucci und Frankreichs Noureddine Smail. Farah hatte die vorletzte Runde in 59,15 Sekunden zurückgelegt. Als es in die letzten 400 m ging, liefen nur noch Ibrahimov und Espana hinter ihm. Das war auch noch 200 m vor dem Ziel der Fall, doch in der Zielkurve konnte der Brite, der im Alter von zehn Jahren aus Somalia nach England gekommen war, nochmals zulegen. Gegen diesen Endspurt waren Ibrahimov und Espana schließlich chancenlos, wobei der Spanier auf der Zielgeraden aber noch vom dritten auf den zweiten Platz nach vorne kam. Die letzte Runde war Mo Farah in 55,70 Sekunden gerannt. Bei diesem Tempo hatte Arne Gabius auf dem letzten Kilometer keine Chance. Er fiel in seinem ersten großen Finalrennen auf Platz zwölf zurück.

„Es gab einen Punkt im Rennen, da dachte ich, meine Gold-Ambitionen wären gefährdet. Ich war ein bisschen besorgt wegen meiner Knie, aber ich habe es durchgehalten“, sagte Mo Farah. „Jetzt geht es mir zunächst nur darum, mich auszuruhen und Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“

Polnischer 800-m-Sieg durch Lewandowski

Der Pole Marcin Lewandowski gewann den 800-m-Titel in 1:47,07 Minuten. In einem engen Spurtfinish hatte er den Briten Michael Rimmer (1:47,17) noch abgefangen. Bronze sicherte sich mit Adam Kszczot (1:47,22) der zweite Pole im Feld.

„Ich verspürte viel Druck vor dem Finale, denn ich galt neben Michael Rimmer als der Favorit. Gold und Bronze bei der EM zu gewinnen, ist für die polnische Leichtathletik ein großer Erfolg“, sagte Marcin Lewandowski. Der 23-Jährige feierte in Barcelona den ersten großen Sieg seiner Karriere. Im vergangenen Jahr war er bei der WM in Berlin Achter. Im EM-Finale hatte zunächst Michael Rimmer etwa 250 Meter vor dem Ziel die Führung übernommen. Eingangs der Zielgeraden kam dann Marcin Lewandowski immer dichter heran und schob sich schließlich noch an dem Briten vorbei. Im Kampf um Bronze wehrte Adam Kszczot den Angriff des am Ende viertplatzierten Niederländers Arnoud Okken (1:47,31) ab und kam sogar noch bis auf fünf Hundertstelsekunden an Michael Rimmer heran.

Text: race-news-service.com

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