2012 Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2011Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2010JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2009JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2008JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Überraschungssieger bei Hallenmeisterschaften

[28.02.2011] Gute Leistungen in den Mittel- und Langstreckenwettbewerben blieben aus bei den Deutschen Hallenmeisterschaften, die am Wochenende in Leipzig stattfanden. Der prominenteste nationale Läufer am Start war Carsten Schlangen (LG Nord). Der Berliner, der im vergangenen Jahr überraschend die 1.500-m-Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Barcelona gewonnen hatte, musste sich am Sonntag über seine Spezialdisziplin geschlagen geben.


Carsten Schlangen musste sich in Leipzig überraschend geschlagen geben.
Foto: www.photorun.net

Im Endspurt des 1.500-m-Finales siegte nach einem langsamen Rennen überraschend Florian Orth (LG Regensburg) in 3:51,13 Minuten vor Carsten Schlangen (3:51,35) und Christoph Lohse (TV Wattenscheid/3:51,42). Da sowohl Schlangen als auch Lohse zuvor bereits die Hallen-EM-Norm von 3:41 Minuten unterboten hatten, können sie am kommenden Wochenende bei den kontinentalen Titelkämpfen in Paris an den Start gehen.

Auch im 800-m-Finale gab es einen Außenseitersieg. Hier setzte sich Sören Ludolph (LG Braunschweig) in 1:48,95 Minuten vor dem favorisierten Sebastian Keiner (Erfurter LAC/1:49,02) durch. Keiner hat ebenso wie Robin Schembera (Bayer Leverkusen), der im Finale offenbar krankheitsbedingt nicht an den Start ging, die EM-Norm zu einem früheren Saisonzeitpunkt erfüllt, so dass beide in Paris starten können.

Im Gegensatz zu den Männern setzten sich bei den Frauen in den beiden Mittelstrecken-Finalrennen die Favoritinnen durch. Über 800 m siegte Jana Hartmann (Olympia Dortmund) in 2:09,40 Minuten, während über die 1.500-m-Distanz Denise Krebs (TV Wattenscheid) in 4:16,77 gewann. Jana Hartmann hatte im Vorfeld der Titelkämpfe die Hallen-EM-Norm von 2:02,50 Minuten unterboten und startet somit auch bei der EM.

Über die Langstrecken war keiner der deutschen Topläufer am Start. Das 3.000-m-Rennen gewann Jonas Hamm (LG Braunschweig) in 8:05,53 Minuten vor Rico Schwarz (ASV Erfurt/8:06,70) und Richard Ringer (VfB Friedrichshafen/8:07,00). Eine knappe Spurtentscheidung gab es bei den Frauen. Hier siegte Maren Kock (LG Emstal Dörpen) in 9:27,33 mit dem minimalen Vorsprung von drei Hundertstelsekunden vor Corinna Harrer (LG Regensburg/9:27,36). Dritte wurde Veronica Pohl (Bayer Leverkusen) mit 9:30,00. Titelverteidigerin Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) startete bei den parallel ausgetragenen Militär-Cross-Europameisterschaften. In Warendorf lief sie dabei über die 3,8-km-Distanz in 12:41 Minuten souverän zum Sieg. Bei der Hallen-EM werden keine deutschen Langstreckler starten.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Kenianerin läuft in Hong Kong mit Erfolg auf eigenes Risiko

[21.02.2011] Janet Rono hat viel riskiert und alles gewonnen. Die Kenianerin kam auf außergewöhnliche Weise zum Hong Kong-Marathon, den sie am Sonntag in 2:33:42 Stunden gewann. Die 22-Jährige gehörte nicht zu den eingeladenen Topathleten des Rennens. Da sie trotzdem unbedingt starten wollte, bezahlte sie ihr Flugticket im Wert von rund 1.000 US-Dollar selber – für kenianische Verhältnisse ist eine derartige Summe ein kleines Vermögen. Für Janet Rono hat sich die Investition gelohnt.


Janet Rono gewinnt den Hong Kong-Marathon.
Foto: Hong Kong Marathon

Nachdem sie sich auf normalem Wege wie eine Hobbyläuferin eine Startnummer gekauft und im Hotelzimmer einer anderen Topläuferin auf dem Boden übernachtet hatte, gewann Janet Rono den Hong Kong-Marathon. Mit 2:33:42 Stunden brach sie den zehn Jahre alten Kursrekord von Irina Bogacheva (Kirgistan) um eine Sekunde und hatte neun Sekunden Vorsprung vor der Marokkanerin Samira Raif (2:33:51). Dritte wurde Bifa Tadesse (Äthiopien) in 2:34:14. Janet Rono, die mit einer Bestzeit von 2:37:08 Stunden nach Hong Kong gereist war, erhielt für ihren Sieg ein Preisgeld von 34.000 Dollar und hat nun sicherlich gute Chancen, im nächsten Jahr offiziell eingeladen zu werden.

Auch bei den Männern gab es einen kenianischen Sieger: Auf der nicht leichten Strecke setzte sich bei guten, kühlen Wetterbedingungen Nelson Rotich in 2:16:00 Stunden durch. Er war ein eingeladener Topathlet, während sein zweitplatzierter Landsmann Julius Maisei wie Janet Rono auf eigene Kosten nach Hong Kong gereist war. Auch für ihn hat sich das Risiko gelohnt, denn für Rang zwei gab es immer noch 15.000 Dollar. Dritter wurde der Äthiopier Tesfaye Bekele in 2:16:31.

Der Hong Kong-Marathon hat sich in den vergangenen Jahren derart stark entwickelt, dass er inzwischen zu den größten Laufveranstaltungen weltweit zählt. Alles zusammen rund 65.000 Athleten beteiligten sich bei dem Rennen. 10.000 von ihnen liefen den Marathon, die anderen starteten über 10 km beziehungsweise im Halbmarathon.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Isaiah Koech: Kenias Antwort auf Kenenisa Bekele?

[14.02.2011] Drei hochkarätige Leichtathletik-Hallenmeetings fanden am Wochenende in Düsseldorf, Karlsruhe und Gent statt – eines davon produzierte eine Langstrecken-Sensation. Die Veranstalter des Düsseldorfer PSD Bank Hallenmeetings hatten eine Reihe von Topstars der internationalen Leichtathletik verpflichtet. Doch es war ein unbekannter Kenianer, der vor 2.000 Zuschauern in der ausverkauften Halle für die große Überraschung des Abends sorgte: Der 17-jährige Isaiah Koech gewann das 5.000-m-Rennen in 12:53,29 Minuten – das ist die viertbeste je in der Halle gelaufene Zeit und nebenbei natürlich eine Jahresweltbestzeit. Selbst der sieben Jahre alte Weltrekord von Kenenisa Bekele (Äthiopien/12:49,60) geriet zeitweilig in Gefahr.


Isaiah Koech kam in Düsseldorf so dicht an den 5.000-m-Weltrekord heran wie kein anderer Läufer seit vielen Jahren.
Foto: PSD Bank Meeting / Benedikt Jerusalem

Nie zuvor lief zudem ein Junior in der Halle so schnell wie jetzt Isaiah Koech, der damit einen inoffiziellen Junioren-Weltrekord (für unter 20-Jährige) aufstellte. Der internationale Leichtathletik-Verband IAAF erkennt in der Halle generell keine Weltrekorde für Junioren an, daher gibt es hier keine offiziellen Bestmarken. Die bisher schnellste Zeit eines Juniors hatte Ismael Kirui 1994 in Stockholm aufgestellt, wo der Kenianer 13:32,90 Minuten gelaufen war.

Es war der zweite Tempomacher, Vincent Rono (Kenia), der das Tempo nach der 2-km-Marke (5:11,88 Minuten) derart anzog, dass plötzlich der Weltrekord von Kenenisa Bekele möglich war. Nach 3.000 m (7:43.52) ging Vincent Rono aus dem Rennen und in der Folge entwickelte sich ein Duell zwischen Isaiah Koech und Eliud Kipchoge, dem 5.000-m-Olympiazweiten von Peking 2008. Es war eigentlich ein anderer Koech, von dem man erwartet hatte, dass er sich mit Kipchoge duellieren würde: Doch Paul Kipsiele Koech, der im vergangenen Jahr in Düsseldorf den 5.000-m-Meeting-Rekord auf 13:02,95 Minuten verbessert hatte, hatte kurz vor der 3.000-m-Marke den Kontakt zur Spitzengruppe verloren und wurde am Ende Dritter in 13:15,64.

An der Spitze trieben sich nach dem Ausstieg des Tempomachers Isaiah Koech und Eliud Kipchoge gegenseitig an. Zunächst leistete Koech für einige Runden Tempoarbeit. Nach etwa 3.700 m übernahm dann Kipchoge die Spitze. 500 Meter vor dem Ziel versuchte Koech zunächst vergeblich an seinem Konkurrenten vorbei zu kommen. Doch lange konnte Kipchoge die Führung nicht mehr halten. Eine Runde vor Schluss stürmte Koech auf der 200-m-Bahn vorbei und zu einer sensationellen Zeit. Kipchoge lief mit 12:55,72 als Zweiter die mit Abstand beste Hallenzeit seiner Karriere und steht in der ewigen Bestenliste nun auf Rang fünf. Seit Bekeles Weltrekord im Februar 2004 hat es nicht mehr ein so schnelles 5.000-m-Hallenrennen gegeben. Und zum ersten Mal blieben in einem Hallenrennen zwei Läufer unter 13 Minuten.

Nur drei Langstreckler, die zu den besten aller Zeiten zählen, waren in der Halle über 5.000 m bisher schneller als Isaiah Koech: Neben Weltrekordler Kenenisa Bekele sind dies Haile Gebrselassie (Äthiopien/12:50,38) und Daniel Komen (Kenia/12:51,48). Diese drei sowie Koech und Kipchoge sind bisher die einzigen, die Zeiten unter 13 Minuten unter dem Hallendach erreicht haben.

Die Leistung von Isaiah Koech ist umso erstaunlicher, weil es mit ziemlicher Sicherheit in Düsseldorf am Freitagabend sein erstes Hallenrennen war. Der Youngster, der unmittelbar nach dem Rennen in den Aufwärmbereich ging und daher nicht für Interviews zur Verfügung stand, sagte nur: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir derartige Zeiten erreichen würden.“ 2009 hatte der Kenianer bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Bressanone (Italien) die Goldmedaille über 3.000 m gewonnen. Vor knapp einem Jahr belegte er dann beim Juniorenrennen der Crosslauf-Weltmeisterschaften den vierten Platz. Jetzt ist er vielleicht auf dem Weg zu ganz großen Erfolgen.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Äthiopische Youngster überzeugen in Stuttgart und Boston

[07.02.2011] Zwei junge Äthiopier haben am Wochenende die Langstreckenrennen zweier hochkarätiger Hallen-Meetings gewonnen: Während Yenew Alamirew in Stuttgart über 3.000 m zum drittschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle wurde, gewann Dejen Gebremeskel im 3.000-m-Lauf von Boston mit nur einem Schuh.


Mit der weißen Socke voraus: Dejen Gebremeskel gewinnt in Boston mit nur einem Schuh vor Mo Farah.
Foto: photorun.net

Erst im vergangenen Sommer lief Yenew Alamirew seine ersten internationalen Rennen. Mit der Ausnahme eines 3.000-m-Rennens in Mailand, wo er in 7:28,82 Minuten gewann, deutete wenig darauf hin, dass er nun in Stuttgart für eine Überraschung sorgen könnte. Doch der 20-jährige Youngster lief in der Halle schneller als draußen – und das in seinem ersten Indoor-Rennen seiner Karriere. In dem hochkarätigen 3.000-m-Rennen überholte Yenew Alamirew in der letzten Runde den kenianischen Mittelstrecken-Spezialisten Augustine Choge (Kenia) und gewann in 7:27,80 Minuten. Damit unterbot er den 13 Jahre alten Meeting-Rekord des Kenianers Daniel Komen, dessen Weltrekord von 7:24,90 Minuten allerdings unangetastet bleibt.

Während Alamirew in Stuttgart zum drittschnellsten 3.000-m-Hallenläufer wurde, stießen auch die beiden nächstplatzierten Kenianer in der ewigen Bestliste weit nach vorne: Zweiter wurde Augustine Choge mit 7:28,00 (damit Viertbester aller Zeiten) und Rang drei belegte Eliud Kipchoge in 7:29,37 (Fünftbester aller Zeiten).

Zu einem überzeugenden 800-m-Sieg lief Abubaker Kaki. Der Läufer aus dem Sudan gewann das Rennen in 1:45,02 Minuten und kündigte an, am Dienstag in Lievin (Frankreich) einen Weltrekordversuch über 1.000 m zu starten. Hier steht die Bestzeit bei 2:14,96 Minuten. Dieses Ergebnis erreichte der aus Kenia stammende Wilson Kipketer (Dänemark) im Jahr 2000 in Birmingham.

Beim Hallen-Meeting in Boston sorgte Dejen Gebremeskel für eine erstaunliche Leistung. Der 21-jährige Äthiopier hatte in der Anfangsphase des 3.000-m-Rennens einen Schuh verloren und lief in der Socke weiter. „Ich wusste, dass er nur noch einen Schuh hatte und dachte, wenn das Tempo in der Schlussphase hoch ist, wird er sich geschlagen geben“, erklärte der Brite Mo Farah. Doch die Taktik des Doppel-Europameisters von Barcelona 2010 (5.000 und 10.000 m) ging nicht auf. Trotz des Handikaps spurtete Dejen Gebremeskel an Mo Farah vorbei und gewann in 7:35,37 Minuten klar vor dem Briten (7:35,81). „Es ist wirklich schwer, mit einem Schuh zu rennen“, sagte Dejen Gebremeskel anschließend. Im 3.000-m-Rennen der Frauen setzte sich die Kenianerin Sally Kipyego in der Jahresweltbestzeit von 8:49,74 Minuten durch.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

100MeilenBerlin am 20. August 2011 auf dem Berliner Mauerweg - Zum 50. Jahr der Wiederkehr des Mauerbaues vom 13. August 1961

[04.02.2011] Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Bau der Berliner Mauer. Kurz vor dem Mauerbau 1961 hatte der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Ulbricht versichert, dass niemand die Absicht habe, eine solche Mauer zu errichten... die Wirklichkeit sah bekanntlich anders aus!


100MeilenBerlin am 20. August 2011 auf dem Berliner Mauerweg - Zum 50. Jahr der Wiederkehr des Mauerbaues vom 13. August 1961
© Mauerweg Tour Berlin Organisation

Anlass genug, mit einem ganz besonderen Lauf, den 100MeilenBerlin, an dieses historische Ereignis zu erinnern. Eine Premiere, denn noch nie zuvor gab es in Berlin einen offiziellen 100-Meilen-Lauf. Gelaufen wird dabei zum überwiegenden Teil auf dem Berliner Mauerweg, der den ehemaligen Grenzverlauf markiert und wie eine große Schleife um das westliche Berlin führt.
Der Start erfolgt am 20.August um 6 Uhr auf der Sportanlage an der Lobeckstraße in Berlin-Kreuzberg. Der Schirmherr der 100MeilenBerlin, der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, wird persönlich das Startkommando geben und die Sportlerinnen und Sportler auf die 160,9 Km lange Reise schicken.

Unterwegs werden die Teilnehmer von den Helfern der LG Mauerweg betreut. Insgesamt bleiben 30 Stunden Zeit, um den Spuren der Geschichte zu folgen. Zielschluss ist am 21. August um 12 Uhr am Ausgangspunkt des Laufs, der Sportanlage an der Lobeckstraße. Ausführliche Informationen und Neuigkeiten über die 100MeilenBerlin gibt es auf unserer Webseite www.100meilen.de - dort ist u.a. die Ausschreibung veröffentlicht, ebenso sind Anmeldungen möglich!

Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2011.

„Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen!"

Anmeldungen zu den 100MeilenBerlin am 20.08.2011 sind ab sofort möglich! Die Teilnahmegebühr beträgt 189 Euro und beinhaltet u.a. die Verpflegung während des Laufs sowie weitere Leistungen (Pastaparty, Finisher-Souvenir, Zeitnahme, Sanitätsdienst u.v.m.).

Jetzt anmelden... Fragen rund um die 100MeilenBerlin werden jederzeit gerne beantwortet. Entweder per Mail: kontakt@100meilen.de

Quelle: www.Germanroadraces.de

seitenanfang...