2012 Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2011Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2010JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2009JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2008JanFebMärzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Matthew Kisorio gewinnt 40. Stramilano

[28.03.2011] Bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Punta Umbria (Spanien) hatte Matthew Kisorio eine Bronzemedaille um lediglich zwei Sekunden verpasst. Doch sieben Tage später war der Kenianer ganz vorne: Der 21-Jährige gewann am Sonntag den Stramilano. Bei der 40. Auflage des renommierten Halbmarathonlaufes in Mailand stellte Matthew Kisorio dabei mit 60:03 Minuten eine persönliche Bestzeit auf. Nur knapp verpasste er eine prestigeträchtige Zeit von unter einer Stunde.


Matthew Kisorio gewann den Stramilano.
Foto: www.photorun.net

Nach einem sehr schnellen Beginn, in dem die Spitzengruppe die 10-km-Marke nach 28:16 Minuten passierte, löste sich Matthew Kisorio bereits nach 13 km von den Konkurrenten. Schnell lief er einen deutlichen Vorsprung heraus. Obwohl er das Tempo später nicht mehr ganz halten konnte, war sein Sieg nicht in Gefahr. Rang zwei ging an seinen Landsmann Eric Ndiema (60:20), Dritter wurde der Äthiopier Dereje Deme (60:25). Auch Peter Kurui (Kenia/60:40) und Yrasaw Tegene (Äthiopien/60:59) blieben noch unter 61 Minuten. Auf Rang elf lief Marathon-Europameister Viktor Röthlin. Für den Schweizer, der nach 62:45 Minuten im Ziel war, war dies der letzte Test vor dem London-Marathon am 17. April.

Bei den Frauen entwickelte sich schnell ein Zweikampf zwischen Brihane Eyeshaneh Ababel (Äthiopien) und Anna Incerti. Nach 15 km bekam die Italienerin jedoch schwere Beine und musste ihre Konkurrentin ziehen lassen. Ababel gewann schließlich in 69:54 Minuten vor Incerti (70:41). Als Dritte kam Krisztina Papp (Ungarn) mit 71:47 ins Ziel.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Mo Farah gewinnt Halbmarathon-Debüt in New York

[21.03.2011] Mo Farah lief am Sonntag in New York ein glänzendes Halbmarathon-Debüt und setzte sich mit einer Siegzeit von 60:23 Minuten an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste. Der britische Doppel-Europameister von 2010, der in Barcelona im vergangenen Jahr sowohl über 5.000 m als auch über 10.000 m EM-Gold gewonnen hatte, brach auf Anhieb den 25 Jahre alten britischen Rekord. Der frühere walisische Marathon-Weltrekordler Steve Jones war 1986 beim Great North Run in Newcastle 60:59 Minuten gelaufen. Nach diesem Debüt dürfte Mo Farah zukünftig auch in der Lage sein, den Halbmarathon-Europarekord des Spaniers Fabian Roncero anzugreifen, der 2001 in Berlin 59:52 erreicht hatte.


Mo Farah lief in New York ein glänzendes Halbmarathon-Debüt und gewann knapp vor Gebre Gebremariam.
Foto: www.photorun.net

"Ich bin in der besten Form meines Lebens. Zuletzt habe ich deutlich mehr Umfänge trainiert als zuvor", erklärte der 27-jährige Mo Farah, der seit kurzem in den USA lebt und sich dort der Trainingsgruppe von Alberto Salazar angeschlossen hat. Mittelfristig dürfte Mo Farah sicherlich auch sein Marathondebüt laufen. Doch mit Blick Richtung WM im Sommer und Olympia 2012 in London hat die 10.000-m-Strecke noch Priorität.

Nach einem verhaltenen Anfangstempo – die 10-km-Marke wurde nach 29:32 Minuten erreicht – wurde das Rennen auf der welligen Strecke durch New York deutlich schneller. Am Ende entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Mo Farah und dem äthiopischen Crosslauf-Weltmeister von 2009, Gebre Gebremariam. Nach einem starken Endspurt hatte Farah dann zwei Sekunden Vorsprung vor dem Äthiopier (60:25). Dritter wurde Mo Farahs neuer Trainingspartner Galen Rupp (USA) mit 60:30.

Einen Kursrekord gab es im Rennen der Frauen. Auch hier fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Rund 400 Meter vor dem Ziel konnte sich die Kenianerin Caroline Rotich von ihrer Landsfrau Edna Kiplagat und der US-Amerikanerin Kara Goucher lösen. Rotich gewann in 68:52 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung vor Kiplagat. Dritte wurde Kara Goucher (69:03), die sich nach der Geburt ihres Sohnes Ende September in Vorbereitung auf den Boston-Marathon befindet. "Es wäre natürlich schön gewesen, wenn ich gewonnen hätte – aber das Rennen war für mich trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Kara Goucher.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Fünf Läufer schlagen die Stunde beim Den Haag-Halbmarathon

[14.03.2011] Gleich fünf Läufer blieben beim Halbmarathon in Den Haag am Sonntag unter der prestigeträchtigen Stundenmarke. Der schnellste von ihnen war der Äthiopier Lelisa Desisa, der in 59:37 Minuten gewann. Schneller war in diesem Jahr bisher nur Deriba Merga (Äthiopien), der in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) im Februar in 59:25 gewonnen hatte. Damit bestätigte das holländische Rennen seine Position als einer der hochkarätigsten Halbmarathonläufe der Welt. Einen kenianischen Sieg gab es bei den Frauen: Hier setzte sich Filomena Chepchirchir in 69:06 Minuten durch.


Lelisa Desisa gewann den Halbmarathon in Den Haag.
Foto: www.photorun.net

Der erst 21-jährige Lelisa Desisa hatte im vergangenen Jahr bereits mit einem siebenten Platz bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Dann steigerte er sich im November beim Neu Delhi-Halbmarathon in Indien auf 59:39 Minuten und wurde damit knapp geschlagener Zweiter. In Den Haag gab es am Sonntag ebenfalls ein knappes Rennen, doch dieses Mal setzte sich Lelisa Desisa durch. Zweiter wurde sein äthiopischer Landsmann Azmeraw Bekele in 59:39, als Dritter folgte mit einer Sekunde Rückstand der Kenianer Peter Kirui. Auch Ayele Abshero (Äthiopien/59:42) und Lucas Rotich (Kenia/59:44) blieben auf den Rängen vier und fünf noch unter 60 Minuten, während James Kwambai (Kenia/60:01) eine solche Zeit knapp verpasste. Der vor dem Rennen favorisierte Halbmarathon-WM-Dritte von 2010, Sammy Kitwara (Kenia), der eine Bestzeit von 58:58 Minuten aufweisen kann, musste sich mit Rang sieben zufrieden geben (60:26). Als bester nicht-afrikanischer Läufer kam Koen Raymaekers (Niederlande) auf Platz zwölf mit 62:09.

Vergleichsweise nicht so hochkarätig war das Rennen der Frauen. Hier blieb nur die Siegerin Filomena Chepchirchir unter 70 Minuten. Ihr folgten Tsgereda Girma (Äthiopien) mit 70:30 sowie Joyce Kandie (Kenia/71:50). Vierte wurde die Kroatin Lisa Stublic mit 1:14:15.

Text: race-news-service.com

seitenanfang...

Steffen Uliczka und Sabrina Mockenhaupt gewinnen Crossmeisterschaften

[07.03.2011] Die Deutschen Crossmeister heißen Steffen Uliczka und Sabrina Mockenhaupt. Während sich der Hindernisläufer der SG TSV Kronshagen/ Kieler TB über seinen ersten Crosstitel freute, sammelte die Läuferin der LG Sieg ihren bereits achten Querfeldein-Titel. Es ist zugleich bereits ihr 28. deutscher Meistertitel.


Sabrina Mockenhaupt wurde einmal mehr Deutsche Crossmeisterin.
Foto: www.photorun.net

Selbst wenn die Differenz zu den zweitplatzierten Steffen Justus (LG Stadtwerke München) und Simret Restle (PSV GW Kassel) im Ziel mit 22 beziehungsweise sieben Sekunden deutlich war, mussten sowohl Steffen Uliczka als auch Sabrina Mockenhaupt zugeben, dass es ein hartes Stück Arbeit bis zum Meisterschaftsgewinn war.

„Erst nach der Hälfte der 10,2 km langen Strecke hatte ich das Gefühl, dass ich Steffen Justus im Griff habe. Es war zugegebenermaßen auch angenehm, immer wieder einmal im Windschatten zu laufen. Deshalb habe ich auch zunächst noch gezögert wegzulaufen“, sagte der Hindernisläufer. „Heute habe ich die Erwartungshaltung als WM-Starter gespürt“, erklärte Uliczka, der als einziger Starter bereits vor den nationalen Titelkämpfen für die Weltmeisterschaften Ende März in Spanien nominiert worden war. Als Steffen Uliczka nach der Streckenhälfte in einer Bergauf-Bergab-Passage einen kleinen Vorsprung gegenüber Steffen Justus herausgelaufen hatte, war auch der Widerstand des erneut kämpferisch starken Weltklasse-Triathleten gebrochen. „Ich glaube, die WM kann jetzt kommen“, freut sich Steffen Uliczka schon auf seinen Start bei der Cross-WM, „denn in Spanien werden wir auf einem ähnlich schnellen Kurs laufen“.

Für Steffen Justus ist der Ausflug zu den Leichtathleten für lange Monate beendet, denn bereits in der kommenden Woche beginnt die Vorbereitung auf die Triathlon-Weltcuprennen in Australien. „Gerne wäre ich sogar bei den Halbmarathon- und den 10.000-m-Meisterschaften gestartet, aber das passt in diesem Jahr überhaupt nicht hinein. Unsere Wettkampfsaison beginnt am 10. April in Sydney.“ Wie im Vorjahr in Stockach mischte Justus nun auch in Löningen die deutsche Langstreckenelite eindrucksvoll auf. „Ich bin super zufrieden mit meinem Abschneiden. Mit Steffen hatte ich vereinbart, dass wir uns zunächst Runde für Runde abwechseln, das ging wirklich gut. Nun weiß ich, was ich drauf habe. Wenn ich allerdings berücksichtige, dass die Weltspitze im Triathlon 28:00 Minuten über 10 km läuft, weiß ich, dass ich noch viel tun muss.“

War Steffen Justus bislang der einzige Triathlet, der bei Deutschen Meisterschaften den Lauf-Spezialisten Paroli bieten konnte, zeigte Löningen nun ein anderes Bild. Im LAZ Saarbrücken haben sich um Olympiasieger Jan Frodeno einige Triathleten gruppiert, die mit Gregor Buchholz und Jonathan Zipf auf den Rängen vier und sechs nun für großes Aufsehen sorgten und den Mannschaftstitel nur knapp gegen die LG Passau verloren.

Während die Erstplatzierten allesamt sportliche Nahziele anstreben, steht für den Meisterschaftsdritten Arne Gabius (LAV ASICS Tübingen) erst einmal anderes an. „In vier Wochen habe ich Examen, deshalb habe ich in diesem Winter den Sport eindeutig untergeordnet. Danach kann ich mich mit einem Trainingslager im kenianischen Iten belohnen“, blickt der Baumann-Schützling auch sportlich in die Zukunft.

„Heute hättest du die Chance gehabt“, begrüßte Sabrina Mockenhaupt die dicht hinter ihr einlaufende Simret Restle im Ziel. „Ich habe in dieser Woche viel trainiert und deshalb müde Beine. Mein Fokus liegt in dieser Saison auch eindeutig auf der Straße. Schon in der kommenden Woche geht es bei ‚Rund um das Bayerkreuz’ in Leverkusen los. Hauptziel im Frühjahr ist aber ein schneller Halbmarathon am 3. April in Berlin.“ Die kleine Siegerländerin hatte auf der 6.750 m langen Strecke ihre Mühe mit der Neu-Kasselerin, die aus Eritrea stammt. „Ich hatte unterwegs immer wieder Simret aufgefordert, auch einmal Tempo zu machen. Aber scheinbar war sie doch nicht so stark.“ Und Simret Restle gab unumwunden zu, dass sie vielleicht zu viel Ehrfurcht vor der Abonnements-Crossmeisterin hatte. „Meine Beine waren eigentlich gut, nur hatte ich mit der Atmung etwas Probleme“, bekannte sie zudem. „Der Abstand wurde zwar gegen Ende des Rennens immer kleiner, aber mein Respekt war vielleicht doch zu groß.“

Erfreulich: Mit der Frauendritten Anna Hahner (Sky2Run) und dem überlegenen Juniorensieger Musa Roba-Kinkal (SC Gelnhausen) wachsen talentierte Langstreckler heran, die die ausgedünnte Spitze beleben können, da sonst durchaus die Gefahr besteht, dass Quereinsteiger wie Steffen Justus den Lauf-Spezialisten bei nationalen Titelkämpfen den Rang ablaufen. Pech hatte übrigens der Titelverteidiger Christian Glatting, der sich statt der Langstrecke auf der Mittelstrecke versuchen wollte und nach einem Tritt 400 m nach dem Start den Spike verlor und diesen erst wieder anziehen musste. „Dadurch habe ich gut 20 Sekunden verloren“, sagte der Wattenscheider, der sich immerhin noch auf Rang sieben vorarbeiten konnte.

Text: race-news-service.com/Wilfried Raatz

seitenanfang...